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Cassius Warrington - Cassius Warrington - 10.06.2026 Geboren als (einziger) Spross einer Reinblut-Familie, erfüllte es seine Eltern Camilla und Theodore Warrington mit großer Freude, einen gesunden Sohn zur Welt gebracht zu haben. Leider hatten sie Schwierigkeiten damit schwanger zu werden – doch ihre Gebete wurden erhört. Da die Warringtons durchaus Geld besaßen fehlte es Cassius in seiner Kind an nichts: er bekam alles, was er brauchte. Alles, was er wollte während auch seine Eltern so viel Zeit und Aufmerksamkeit investierten, wie es ihnen möglich war. Durchaus schnell darin, neue Dinge zu lernen, interessiert an Büchern oder daran, sich zu bewegen blieb Cassius kein langweiliges Kind. Seine Eltern begannen früh damit, ihn in die Reinblutideologie einzuführen, auch wenn er in diesem zarten Alter all das noch nicht wirklich verstand. Aber es gibt definitiv schlimmeres, als immer wieder gesagt zu bekommen: Du hast reines Blut, du bist etwas Besseres! Sein Leben sollte sich jedoch schlagartig ändern, als seine Eltern im August 1982 verhaftet werden: als Teil der Todesser wurden sie verurteilt und nach Askaban geschickt, Cassius blieb zurück. Er drohte in ein magisches Kinderheim zu kommen, doch Damocles und Violet Belby entschlossen den Jungen als Pflegekind aufzunehmen und so musste er nicht ins Heim, sondern fand eine Familie. Natürlich ist auch aller Anfang schwer, es fiel ihm schwer, mit der neuen Situation zurechtzukommen. Im Zuge dessen hatte er auch sein erstes magisches Ereignis, bei dem drei Vasen aus Wut und Trauer dran glauben mussten. Sich zu öffnen, Kontakt zu zulassen – aber es wurde mit der Zeit ein wenig besser, vielleicht auch, weil er den (quasi) Verlust seiner Eltern langsam verarbeitete. Verständnis jedoch fehlte ihm dafür, dass man seine Eltern inhaftierte. Das Verhältnis zu den Belbys wurde also besser – es wurde für ihn zu etwas, was einem „Zuhause“ relativ nahekommt. Vor allem in dieser Zeit zeichnete er viel oder zog sich mit einem Buch zurück. Mit 11 Jahren sollte es dann soweit sein: er bekam seine Einladung nach Hogwarts und konnte es kaum erwarten, endlich zur magischen Schule zu gehen. Neue Freunde zu finden, ein neuer Ort, ein neuer Lebensabschnitt und vor allem die Chance, den Namen Warrington mit Stolz zu erfüllen! Auf dem Weg zum Schloss war er unfassbar aufgeregt, der Hut überlegte nicht lange und steckte ihn nach Slytherin. Die Zeit dort war jedoch nicht immer einfach: trotz seines Nachnamens, seines Blutstatus, schwang der Name Belby eben auch mit bei, weshalb er innerhalb der Schule schon versuchte, sich davon zu distanzieren. Cassius bemühte sich von Anfang an in der Schule um gute Noten, wollte das bestmöglichste Ergebnis erzielen. Klappte nicht immer. Aber auch Freunde fand er und in seinem dritten Schuljahr wurde er sogar Teil des Quidditchteams, schien in ihm doch ein Naturtalent zu schlummern. Endlich hatte er also etwas gefunden, worin er richtig gut war. Da gerieten andere Dinge, wie Literatur, mehr in den Hintergrund. Schließlich hing er seine Vorlieben für Bücher und fürs Zeichnen und Malen nicht an die große Glocke, behielt es für sich. War schließlich uncool. Dabei hatte er sich gerade einen guten Ruf gemacht! Seine Noten blieben recht gut, Quidditch wurde zu seiner Leidenschaft und scheinbar fiel er auch in der Schule positiv auf, denn man ernannte ihn zum Vertrauensschüler am Anfang der 5. Klasse, was für ihn nur ein noch größerer Ansporn war, noch weiter über sich hinaus zu wachsen. Auch seine ZAG Ergebnisse konnten sich sehen lassen, das Schuljahr war also als erfolgreich zu verbuchen und es ging quasi genauso gut weiter, als er auch den Apparierkurs bestand. Natürlich schrieb er seinen Eltern immer wieder Briefe, in der Hoffnung, sie würden ankommen. Eine Antwort kam nie zurück. Sein Leben sollte sich jedoch in den Sommerferien 1995 komplett verändern, als er am 12. Juli mit Freunden etwas feiern war, anlässlich der bestandenen Apparierprüfung. Irgendwie hat er noch im Ohr, wie sein Pflegevater zu ihm sagte, er sollte lieber Zuhause bleiben, schließlich war Vollmond. Aber ein Teenager, der zu cool für alles war, gerne etwas rebellierte und dachte, ihn könnte nichts etwas anhaben ging natürlich trotzdem los. Der Abend war echt lustig, es floss Alkohol, es wurde gefeiert, gelacht, getanzt – aber danach wurde alles schwarz. Cass weiß noch, dass er nach Hause wollte, zum Apparieren aber zu angetrunken war. Unterwegs griff ihn dann ein Werwolf an, anschließend wachte er erst im St. Mungos wieder auf mit Bisswunden. Ein Werwolf hatte ihn gebissen, an Vollmond, hatte ihn infiziert, sein leben für immer verändert. Nachdem er registriert wurde, wieder auf den Beinen war (zumindest physisch) entließ man ihn, aber fortan war alles anders. Denn er würde nicht zurück nach Hogwarts dürfen. Seine Freunde dort nicht mehr treffen, nicht mehr zum Quidditch Training gehen, keinen Unterricht mehr besuchen. Cassius versank in Selbstmitleid, verbrachte die meiste Zeit auf seinem Zimmer, die Tür zugesperrt. Weil er niemanden sehen will. Weil er allen um sich herum die Schuld für seinen Zustand gibt, für sein kaputtes Leben. Ist eben leichter, als die Schuld bei sich selbst zu suchen. Vom charismatischen jungen Mann ist gerade nichts mehr übrig, eher ein Trauerklos, dessen Zeichnungen nun nur noch schwarz sind. Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer: die Möglichkeit, dass seine Eltern frei kommen. Die Möglichkeit, dass Du-weißt-schon-wer zurück ist und das Leben der Warringtons zu neuem Glanze führt. Oder? |