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Elise Belby - Druckversion

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Elise Belby - Elise Belby - 02.09.2026

Elise ließ das Klatschblatt in ihren Schoß sinken und starrte gedankenversunken in den Kamin. Sie fühlte sich seltsam, ja beinahe schon zornig und unausgeglichen. Dabei war der kurze Abschnitt, den sie über sich und Dam gelesen hatte, wirklich nicht die bisher schlimmste Erwähnung in einem Artikel gewesen. Aber dieser Abschnitt traf sie anders und dummerweise wusste sie auch genau weshalb. Zögernd hob sie erneut die Zeitschrift und las den Text, der unter einem Gruppenbildstand.

    ‘Damocles Belby (ganz links, im blauen Anzug), Trankmeister, Mitglied des Zaubergamots und Erfinder des Werbanntranks überzeugte an dem Abend mit seinem charmanten und informativen Vortrag zu seiner Arbeit und in den anschließenden Gesprächen über Unterstützungsmöglichkeiten. Seine jüngere Frau Elisabeth Belby (rechts neben ihrem Mann, im grünen Kleid von Darwin.Line) war an dem Abend auch dabei.‘
Tatsächlich war es Ellie egal, dass man es offenbar nicht schaffte ihren Namen richtig abzudrucken. Es störte sie auch nicht, dass es anscheinend wichtig war zu erwähnen, dass sie jünger als Dam war. Immerhin war das ein Fakt. Was sie aufbrachte, war die Tatsache, dass sie ganz eindeutig hier zu einem Beiwerk degradiert wurde. Offenbar war die Nennung des Designers ihres Kleides wichtiger, als anzumerken, dass sie an diesem Abend nicht nur als Ehefrau dabei war, sondern ebenfalls charmant und informativ das Belby Laboratorium vertrat. Das, was da schwarz auf rosabraunem Pergament stand, war … nun ja, dass was ihre Mutter gerne über sie gelesen hätte. Das war erniedrigend.

Elise Belby war es als älteste Tochter der Familie McLaggen gewohnt, dass ihre Leistungen und Ambitionen eher als zweitrangig angesehen wurden. Frauen führten die traditionellen Familienbilder fort, während Männer Karriere machten – so war das eben. Dies führte zu Spannungen zwischen Ellie und ihren Geschwistern. Ihr Bruder rückte oft in den Vordergrund und Leistungen, die er erbracht hatte, wurden häufig mehr gewürdigt als die besseren Leistungen, die Ellie bereits Jahre zuvor auf den Tisch gelegt hatte. Ihre Mutter war in solchen Momenten für ihre Töchter da und versicherte, dass man stolz auf sie war. Trotzdem hielt auch sie die Hoffnung am Leben, dass ihre Töchter einmal wunderbare Ehefrauen werden würde. Hübsch und fleißig, mit Kindern an jeder Hand und einer Schürze an der Tür zum Eigenheim. Dass Elise all das nicht vorhatte zu erfüllen, wurde ihren Eltern bereits in Hogwarts bewusst. Zur Enttäuschung ihrer Mutter nutzte Elise ihre seltsamen Ambitionen noch nicht einmal für etwas Sinnvolles aus. Das Jobangebot bei einer Firma, die ihre Gelder in die Forschung für verjüngende Kosmetik steckte, lehnte Elise vehement ab, was zur Folge hatte, dass ihre Mutter glaubte, dass sie ja gar nichts für Frauen tun wolle…
„Da hast du es, Mutter. Abgedruckt für alle Welt zu lesen, ich bin ne waschechte Ehefrau,“ grummelte Ellie vor sich hin und warf das Magazin mit einem Schwung in den Kamin vor sich. Es ärgerte sie, dass sie wegen eines einfachen Abschnittes so aufgebracht war. Gleichzeitig verschaffte ihr das Verbrennen so etwas wie eine Erleichterung. Vielleicht sollte sie noch mehr in Brand stecken …

Ihr Blick glitt durch das Wohnzimmer auf der Suche nach Gegenständen, die sich gut entflammen ließen. Da blieb ihr Blick an den vier Portraitrahmen ihrer Pflegekinder hängen, die auf dem Kaminsims standen. Eugene verließ gerade seinen Rahmen, während Cassius sich demonstrativ wegdrehte. Lag da Enttäuschung in den Augen ihrer Töchter Poppy und Eileen oder bildete sie sich das gerade nur ein? Für einen Moment schaute sie nur auf die Bilder ihrer Kinder und erhob sich dann aus dem Ohrensessel. „Recht hätte ihr ja, wenn ihr enttäuscht wärt“, sprach sie in Richtung ihrer Töchter, deutlich ruhiger als noch weniger Minuten zuvor. In der Regel war sie nicht lange aufgebracht, aber dieser Artikel würde sie noch lange beschäftigen. „Ich bin euch kein gutes Vorbild.“

Elise war es in all den Jahren als Mutter immer wichtig gewesen, dass ihre Kinder ihren eigenen Weg wählen konnten. Ganz frei und ohne Erwartungsdruck von ihrer Seite aus. Außerdem war sie davon überzeugt, dass es effektiver war ein gutes Vorbild zu sein, als jemandem Regeln aufzubrummen. Ihren Töchtern war sie definitiv kein gutes Vorbild gewesen. Während ihre Söhne große Träume für ihr Leben hatten, konnte Ellie gerade noch nicht einmal aus dem Stehgreif benennen, was sich die Mädchen vom Leben wünschten. Oh Gott, war sie wie ihre Mutter?! Verpasste sie ihren Söhnen Flügel und hielt ihre Töchter klein, weil sie keine starken Frauenrollen als Vorbild hatten?!
Das würde sich ändern! Elise hatte doch nicht jahrelang ihren eigenen Weg gewählt, nur damit irgendwo ein Journalist sie als Randfigur in einem hübschen Kleid neben Dam stellte! Es wurde Zeit, dass sie für ihren eigenen Namen einstand. Und dass sie mal wieder etwas für sich tat. Vielleicht würde sie ein Buch schreiben oder wandern gehen. Natürlich erst, wenn es Cassius besser ging. Ihre Beziehung war eh schwierig, er würde es ihr nie verzeihen, wenn sie genau jetzt damit begann, nicht mehr rund um die Uhr an Heiltränken zu forschen. Dann vielleicht nach den Ferien. In den Ferien musste sie herausfinden, was Poppy und Eileen für Träume hatten und wie sie sie unterstützen konnte. Und Eugene … nun der war doch auf dem richtigen Weg, oder? Dem ging es gut! (*Dass er an Krebs erkrankte, weiß Ellie aktuell noch nicht.)
Schlagartig fühlte Elise sich besser! Vor ihr hatte sich auf einmal ein Weg aufgetan; ein Zukunftsplan, der dafür sorgen würde, dass sie sich nicht mehr, wie eine Randfigur fühlte. „Dam?!“, rief Ellie laut durch das Haus und schritt zügig Richtung Flur. „Kommst du mit raus? Deine jüngere Frau Elisabeth sprengt ihr grünes Kleid in die Luft! “


RE: Elise Belby - Severus Snape - 14.09.2026

Tjah, was soll ich sagen?
Der Spruch wird's! Liebe Saskia, ich habe gesucht und nichts gefunden, das es zu beanstanden gäbe, also hast du damit dein WoB.

Eine Anmerkung hab ich aber:
Zitat: Apropos Midlife Crisis: Sie wird irgendein schräges Hobby entwickeln. Ich weiß noch nicht was, aber man darf irritiert sein.
Liebe ich jetzt schon und bin gespannt, welches schräge Hobby es am Ende wird!


Bitte erstell dir noch den Plotter, fülle gegebenenfalls noch auftauchende Profilfelder aus und dann ab mit dir ins Ingame ;)